Haben Sie auch schon gehört, dass jetzt die Wolke kommt? Ja, Cloud-Computing können wir übersetzen mit „Daten-Wolke“. Was bedeutet das denn? Wikipedia schreibt: “

Cloud Computing (deutsch etwa Rechnen in der Wolke) ist primär der Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher-, fertige Software- und Programmierumgebungen als Service) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Die Abrechnung erfolgt dabei nutzungsabhängig, da nur tatsächlich genutzte Dienste bezahlt werden müssen. Ein weiterer zentraler Punkt des Konzeptes ist, dass die Bereitstellung basierend auf der Kombination aus virtualisierten Rechenzentren und modernen Webtechnologien wie Webservices vollautomatisch erfolgen kann und somit keinerlei Mensch-Maschine-Interaktion mehr erfordert. Sekundär geht es bei „Cloud Computing“ auch darum, alles als dynamisch nutzbaren Dienst zur Verfügung zu stellen, sei es nun Rechenkapazität, Buchhaltung, einfachste von Menschen verrichtete Arbeit, eine fertige Softwarelösung oder beliebige andere Dienste (siehe auch XaaS). Im Zentrum steht dabei die Illusion der unendlichen Ressourcen, die völlig frei ohne jegliche Verzögerung an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden können (siehe auch Skalierbarkeit)[1].

Einige Anbieter von Dienstleistungen zu Cloud Computing

Vereinfacht kann das Konzept wie folgt beschrieben werden: Ein Teil der IT-Landschaft (in diesem Zusammenhang etwa Hardware wie Rechenzentrum, Datenspeicher sowie Software wie Mail- oder Kollaborationssoftware, Entwicklungsumgebungen, aber auch Spezialsoftware wie Customer-Relationship-Management (CRM) oder Business-Intelligence (BI)) wird durch den Anwender nicht mehr selbst betrieben oder bereitgestellt, sondern von einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet. Die Anwendungen und Daten befinden sich dann nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der (metaphorischen) Wolke (engl. „cloud„). Das Bild der Wolke wird in Netzwerkdiagrammen häufig zur Darstellung eines nicht näher spezifizierten Teils des Internet verwendet.

Der Zugriff auf die entfernten Systeme erfolgt über ein Netzwerk, beispielsweise das des Internets. Es gibt aber im Kontext von Firmen auch sogenannte „Private Clouds“, bei denen die Bereitstellung über ein firmeninternes Intranet erfolgt. Die meisten Anbieter von Cloudlösungen nutzen die Poolingeffekte, die aus der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen entstehen, für ihr Geschäftsmodell.“

Bisher war in diesem Segment das amerikanische Unternehmen sales force.com schon erfolgreich und hat die CRM-Software in die Wolke verlagert. Einige Anwender tun sich schwer damit, da die Sicherheit der Daten doch eine große Rolle spielt (zum Beispiel bei Rechtsanwälten, Ärzten etc.). Jetzt scheint aber das Eis gebrochen zu sein. Die Stadt Los Angeles hat ihr gesamtes E-Mail-System auf die zentralen Rechner von Google verlagert. Der Vorteil: die Stadt benötig weder Netzwerkrechner noch die dazugehörige teure Infrastruktur. Mehr als 30.000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Los Angeles greifen somit nicht mehr auf die E-Mail-Software über die Festplatte ihres eigenen Computers zu, sondern gelangen über ein Internetzugangsprogramm auf ihr Postfach bei Google. Jetzt müssen Sie aber nicht nach Los Angeles reisen, um mit der Datenwolke in Berührung zu kommen. Auch die Google-Angebote für jedermann, also das E-Mail-Programm Gmail oder die Textverarbeitung Goolge Docs finden sich ausschließlich schon in der Daten-Wolke.

Warum gehen in Zukunft viele Unernehmen in die Daten-Wolke? „Ganz einfach,“ sagt Volker Smid, der Deutschlandchef des Unternehmens HP, „die Daten-Wolke kann bei dem Kunden ein großes Problem lösen, das den Einsatz der IT seit Jahren belastet. Der größte Teil des IT-Budgets wird für den Erhalt der Funktionsfähigkeit der bestehenden Systeme ausgegeben – für die Investition in Innovationen bleibe danach nur noch wenig Geld übrig. Investiert ein großer Mittelständler zum Beispiel 40 Millionen Euro pro Jahr in seine IT, so gibt er vermutlich mehr als 30 Millionen Euro nur für den Erhalt seiner IT aus.. Durch den Einsatz von Cloud-Computing lasse sich dieser Anteil auf 20 Millionen drücken. Der Rest kann dann in Innovationen investiert werden.“

Und wie geht’s weiter? Unternehmen werden in Deutschland in 2010 ca. 386 Millionen Euro für Cloud-Computing ausgeben. Bis 2012 wird mit jährlichen Wachstumsraten von 50 % gerechnet. Übrigens: Selbst Microsoft beschäftigt sich intensiv mit Cloud-Computing. Allein in Deutschland will Microsoft 100 Millionen Euro investieren. Das sind doch gute Aussichten!