Das ist doch wieder mal ein Interessanter Artikel in der FAZ vom 10.09.2011. Es geht um den Spielerkader der Eintracht, der beim Training am letzten Freitag 23 Spieler umfasste. Jetzt nimmt der Trainer nicht alle Spieler mit zum nächsten Spiel und in diesem Fall mussten fünf Spieler zu Hause bleiben. Als Verkaufstrainer, Coach und Unternehmensberater gehe ich davon aus, dass der Trainer oder sein Assistent diesen fünf Spielern persönlich mitteilt, dass sie die Niete gezogen haben und sie zu Hause bleiben dürfen.

Doch weit gefehlt. In der Kabine hängt ein Zettel mit den Namen der Spieler, die dabei sind oder nicht. Persönliche Gespräche gibt es nur im Ausnahmefall.

Stellt sich für mich die Frage: „Wieso hängt ein Zettel in der Kabine?“

Das läßt sich doch im Zeitalter der Kommunikation viel einfacher regeln. Einfach eine SMS an den Spieler mit dem Kurztext „bzh-veh“* oder „ddm-veh“** und schon ist der Fall geklärt.

In diesem Sinne viele Punkte wünsche ich für den Aufstieg – dann sehen wir uns in der neuen 05er-Arena in Mainz.

*bzh-veh = bleib zu Hause – Veh

**ddm-veh = du darfst mit – Veh

Übrigens:

In England bekommen Mitarbeiter bereits ihre Kündigung per Mail. Die Vorstandsvorsitzende von Yahoo, Carol Bartz, bekam ihre Kündigung durch ein Telefonat mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates. Carol Bartz ist allerdings eine Freundin der klaren Worte und wenige Minuten nach dem Rauswurf erhielten alle Mitarbeiter eine Mail : „An alle, leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich gerade per Telefon von Yahoos Verwaltungsratschef gefeuert wurde.“

In einem weiteren Interview mit dem Magazin „Fortune“ sagte Carol: „Die Leute haben mich verarscht.“ Und das ist schon eine nette Übersetzung des Originalsatzes: „These people fucked me all over!“