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Am Freitag dieser Woche geht es los: Mark Zuckerberg will mit Facebook die Börse erobern. Die Presse spricht davon, dass Facebook mit einem Wert zwischen 77 und 96 Milliarden Dollar an die Börse geht – das entspricht – bei einem 2011er-Profit von einer Milliarde Dollar – einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 77 bis 96. An der Börse ist dies eine wichtige Kennziffer. Je höher die Kennziffer ausfällt, desto größer sind die Erwartungen. Hier ein Vergleich: Google kommt auf eine Bewertungsverhältnis von 18 und Apple auf 14.

An diesem Kennzahlen ist schon zu erkennen, dass Facebook ein Hoffnungswert ist, eine Wette auf die Zukunft. Derzeit fallen allerdings bei Umsatz und Gewinn die Wachstumszahlen. Facebook verfügt derzeit über 902 Millionen Nutzer. So beeindruckend diese Zahl auch sein mag, je Nutzer erzielt Facebook nur einen Umsatz von 1,21 Dollar.

Obwohl Facebook immer mehr Werbung einblendet, die sich an den Interessen der Nutzer orientieren soll, sprechen immer weniger Menschen darauf an. Viele Kampagnen weisen nur noch Reaktionsraten von 0,04 Prozent auf – das bedeutet, dass von 10.000 Besuchern, die eine Anzeige sehen, nur vier darauf klicken.

Dieser Wert fiel im ersten Quartal 2012 weiter, hat die Agentur TBG digital in ihrem „Global Facebook Advertising Report“ errechent. Ob das Datensammeln der Superlative also wirklich in ein perfektes Werbekonzept mündet, ist heute zweifelhafter denn je. Martin Sorrell, Chef des mächtigen WPP-Konzern, kündigt an: „Unsere Kunden prüfen jetzt erstmals, welchen Gegenwert sie für Ihre Werbeaussagen bekommen.“

In den USA werden bereits Anzeigenverkäufer losgeschickt, um dem Misstrauen zu begegnen. Deswegen sind auch die Ausgaben für Marketing und Vertrieb in einem Jahr um 130 Prozent gestiegen, die Zahl der Angestellten wuchs um fast 50 Prozent auf 3.500.

Eine Umfrage der Beratung McKinsey unter 200 deutschen Firmen ergab, dass sich der erhoffte Facebook-Effekt noch nicht einstellte. Ein „signifikantes Gewinnpotential“ sehen zwar 71 Prozent der Befragten. Aber erst neun Prozent erzielen bereits ein hohes Ergebnisplus, was aber noch zu überprüfen wäre.

„Gerade starke Konsumentenmarken können über soziale Netzwerke Kunden binden und gewinnen“, sagt McKinsey-Experte Karel Dörner. „Auch wenn sich die Umsatzchancen schwer beziffern lassen: Es gibt Firmen, denen ein dauerhaftes Plus von mehr als zehn Prozent gelang.“

Um eine Social-Media-Strategie sinnvoll umzusezten, so Dörner, müsse ein DAX-Konzern ein mindestens 20-köpfiges Team einsetzen. Okay, bei McKinsey haben sich bereits 50 Berater auf soziale Netzwerke spezialisiert – da versprechen sich die Consultants gute Geschäfte.

Und was passiert mit Neukunden über Facebook? Das ist derzeit ein ganz maues Geschäft. Da wird viel geträumt und viel Geld verbrannt. Mich erinnert das an die Internet-Blase im Jahr 2000. Viele Internet-Spzialisten sagten mir: „Vergiss deine Verkaufstrainings, demnächst wird nur noch über das Internet verkauft – Verkäufer sind nicht mehr erforderlich.“ Zu diesem Zeitpunkt waren in den USA bereits Verkäufer unterwegs, die die Leistungen der Internet-Agenturen verkauften. Und heute? Heute sind die Anzeigenverkäufer von Facebook bereits in den USA unterwegs, demnächst auch bei uns.

Mein Tipp: Neukunden gewinnen Sie weiterhin mit der richtigen Strategie: Bilden Sie Ihre Mitarbeiter durch ein professionelles Training & Coaching aus – dann klappt es auch mit der Neukundenwerbung und Ihre Vertriebsprofis erzielen mehr Termine und mehr Aufträge. Die Frage: „Wie bekomme ich Kunden?“ erledigt sich dann von ganz alleine.

Übrigens: Wenn Sie einen guten Trainer für Akquisition und Verkauf suchen, rufen Sie mich doch einfach an unter der Nummer 0171 – 650 56 90 – Werner F. Hahn

 

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