Wie du deine innere Einstellung positiv beeinflussen kannst

Der amerikanische Motivationstrainer Earl Nightingale hat es so formuliert:

„Sie werden das, was Sie die ganze Zeit denken!“

Lass es mich auf den Punkt bringen: Es sind deine Gedanken hinter deinen Worten, die deine Einstellung prägen.

Eine positive innere Haltung ist für deinen verkäuferischen Erfolg unerlässlich, dein Kunde nimmt sie – ob bewusst oder unbewusst – wahr.

Doch wie kannst du deine Einstellung positiv beeinflussen? Nur durch positives Denken?

Hier gebe ich dir acht Tipps über positives Denken:

#1: Nimm dir morgens 10 Minuten Zeit und denk über die positiven Dinge in deinem Leben nach, z.B. über deine verkäuferischen Erfolge oder gemeisterte Herausforderungen, und freu dich darüber. Du wirst danach mit einer positiven Grundhaltung in den Tag starten. Deine Notizen in einem Erfolgstagebuch sind dabei eine wertvolle Unterstützung. Es rückt deine Erfolge noch mehr ins Bewusstsein und steht dir bei Bedarf als persönliches Nachschlagewerk zur Verfügung.

In der Regel erfüllen wir doch unsere eigenen Erwartungen. Geh in dein Verkaufsgespräch mit der Erwartung und der Überzeugung, dein klar definiertes Ziel zu erreichen und blende alle Zweifel und Befürchtungen aus.

Denn: Zielklarheit macht 80 % des Erfolges aus (Bryan Tracy).

#2: Apropos Klarheit! Gerade hier ist das Aufschreiben erwiesenermaßen eine große Unterstützung sein. Ich persönlich favorisiere das Prinzip der „Einkaufsliste“. Kurz, knapp, knackig formulierte Ziele, priorisiert aufgelistet. So schaffe ich Klarheit für mich und meine Ziele.

#3: Zieldefinition. Sind deine Ziele nur in deinem Kopf, so tauchen sie irgendwann auf und verschwinden wieder. Hast du deine Ziele schriftlich notiert, so erinnern sie dich täglich daran, was du noch alles zu erledigen hast. So hängt zum Beispiel am Rahmen meiner Bürotür ein Maßband mit 80 cm. Diese 80 Zentimeter stehen für 80 Trainingstage im Jahr. Nach jedem Trainingstag wird ein Zentimeter abgeschnitten und ich weiß exakt, wo ich stehe und was ich noch im verbleibenden Zeitraum „zu tun“ habe.

#4: Werd lösungsorientiert. Anstatt sich in deinen Problemen zu wälzen, warum investierst du nicht die gleiche Zeit auf die Erarbeitung von Lösungen? Meine lösungsorientierte Einstellung hat mir mehr gebracht und stärker zu meinem Erfolg beigetragenes jede Strategie. Wenn du dich zu sehr auf das Problem konzentrierst, werden die Chancen an dir vorbeiziehen. Wer ständig darüber redet, was alles nicht geht, bekommt am Ende genau das, worüber er ständig redet: nämlich NICHTS.

#5: Denk nach, bevor du sprichst. Wir neigen dazu, zu sprechen ohne vorher nachgedacht zu haben. Hinterher bedauern wir, was wir gesagt haben. Jedes mal, wenn du etwas sagen willst, denk bitte kurz darüber nach, was du konkret sagen willst. Wie werden deine Worte ankommen? Und was kannst du stattdessen sagen, was ein positive Wirkung haben könnte? Das Ziel ist eine positive Reaktion beziehungsweise ein positives Erlebnis. Die Handlung an sich ist einfach, sie erfordert allerdings bei dir größere Selbstdisziplin.

#6: Arbeite jeden Tag an deinen Kompetenzen. Bücher, CDs, Seminare und Trainings. Gerade als Vertriebler kannst du nie genug Bücher lesen. Und wenn dir die Zeit dazu fehlen sollte, dann kannst du auf deinem Weg zum Interessenten/Kunden meinen Podcast to go hören. Ich fordere dich auf, jeden Tag eine Stunde für deine Weiterbildung zu investieren. Eine Stunde am Tag, sieben Tage die Woche, ein ganzes Jahr sind mehr als neun Arbeitswochen. Wenn du das nächste Mal den Fernseher anstellst, denk darüber nach, was du tun könntest, um dein Wissen kontinuierlich zu erweitern.

#7: Ein rücksichtsloser Autofahrer, ein Stau oder eine unangenehme Nachricht – und schon ist er da: der Ärger! 
Welche gute Anti-Ärger-Strategie hast du? 
Stopp! Schrei laut und deutlich: Stopp! Das wird gerade vor einem Termin schnelle Abhilfe schaffen und dich zu einem entspannten und erfolgreichen Verkaufsgespräch führen – mit positivem Denken.

#8: Sind die Umstände für deine Situation verantwortlich? Es ist weder der Regen noch dein Auto oder das Smartphone oder das Produkt oder dein Interessent/Kunde. Es bist DU. Du hast die Wahl bei allem, was du tust. Entscheide dich für einen besseren Weg. Schieb nicht die Schuld auf den Weg. Verändere ihn. Schieb nicht die Schuld auf die Situation. Verändere sie.

Du fragst dich, wo du den Schuldigen findest? Ganz einfach: schau in den Spiegel.

Übrigens: Negative Menschen sind schlimmer als negative Ereignisse.

Der Streit ist in zehn Minuten vorbei – der Mensch begleitet dich unter Umständen noch viele Jahre.

© Werner F. Hahn

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