Ich war einige Zeit in Berlin zum Coaching der Vertriebsbeauftragten eines DAX-Konzerns. Um die Ecke meines Hotels gab es einen kleinen Supermarkt, da wäre ich gerne in der Zeit Stammkunde gewesen. Ging aber nicht! Der Laden war schmuddelig, die Auswahl gering und das Klima unbehaglich.

Die Verkäuferinnen hadern mit ihrem Beruf, jedenfalls fühlen sie sich durch die Anwesenheit der Kunden gestört. Ich frage, was die Nektarinen kosten, eine Verkäuferin schreit. „Steht doch dran!“ Steht aber nicht dran. Ich sage, dass die Ware ausgerpeist sein muss. Das sei Gesetz. Immerhin kommt jetzt eine mit der Etikettiermaschine.

„Wo ist der Camembert?“ frage ich. „Vor Ihrer Nase!“ Ist er aber nicht. „Dann ist er aus.“ Die Poltergeister wenden sich von mir ab.

An der Kasse steht ein Schild: „Immer schön freundlich.“ Das Schild zeigt in die Richtung, in der nur der Kunde die Schrift lesen kann.

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