Haben Sie schon mal was von der Wolfenbütteler Bibliothek gehört? Nein? Macht nichts, denn Wolfenbüttel liegt südlich von Braunschweig und es gibt tatsächlich für mich einen Grund, dort demnächst halt zu machen. Warum? Nun, ich bin ja ein Freund von alten Handschriften und Büchern. Da lese ich doch heute in der FAZ (Autor: Robert von Lucius), dass in Wolfenbüttel einige der kostbarsten Werke der deutschen Kultur und europäischer Geistesgeschichte liegen. Im 17. Jahrhundert war der Ruhm von Wolfenbüttel so groß, dass die Sammlung, damals die größte Europas, als achtes Weltwunder galt.

So schreibt Robert von Lucius weiter: „Zu den Einzelstücken von Weltruhm und den herausragenden Sammlungen zählen Handschriften aus der Renaissancebibliothek des ungarischen Königs Matthias I. Corvinus, die neun Corvinen – sie zählen ebenso wie die Wolfenbütteler Handschriften der Reichenauer Buchmalerei, unter ihnen das Reichenauer Perikopenbuch, zum von der UNESCO ausgewählten dokumentarischen „Erbe der Menschheit“. Die älteste Handschrift im ehrwürdigen Schatzhaus ist das Corpus Agrimensorum Romanorum, ein spätantikes Handbuch für römische Landvermesser aus dem fünften Jahrhundert – es gehörte einst Erasmus von Rotterdam.“

Nun ja, mein ältestes Buch wurde 1757 in Leipzig gedruckt und handelt vom englischen Kaperkapitän John Morcross. Hier lesen Sie eine Seite: