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Werner F. Hahn - Verkaufstrainer

Sprache im Verkauf

Einst war es ein ausgesprochen starkes Wort, das Überzeugung ausdrückte. Es bedeutete wirklich, wahhaftig oder tatsächlich. "Ich weiß es ganz eigentlich, ich habe es an meine Kabinetttüre geschrieben", so der Dichter Gotthold Ephraim Lessing. Heute drücken wir mit "eigentlich" die sprachliche Dichtungsmasse aus ....

Eigentlich

Einst war es ein ausgesprochen starkes Wort, das Überzeugung ausdrückte. Es bedeutete wirklich, wahhaftig oder tatsächlich. „Ich weiß es ganz eigentlich, ich habe es an meine Kabinetttüre geschrieben“, so der Dichter Gotthold Ephraim Lessing.

Heute drücken wir mit „eigentlich“ die sprachliche Dichtungsmasse aus, wo logische oder moralische Lücken zwischen Wort und Tat klaffen.

Wer einer Feststellung das Wörtchen „eigentlich“ vornastellt, kündigt schon an, das er nur halbherzig hinter dem Gesagten steht oder das Gegenteil von dem tut, was er sagt.

Versuchen

Versuchen ist ein anderes Wort für „Nichtstun“. „Ich habe es verscucht und es ist misslungen.“ Das ist die Sprache des Unterlassers. Der Unternehmer drückt sich so aus: „Ich habe dies und das unternommen. Das und das habe ich daraus gelernt. Dies und jenes werde ich in Zukunft anders machen.“ Spüren Sie den Unterschied?

Versuchen schließt schon immer das Misslingen ein. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, müssen Sie von Kopf bis Fuß überzeugt sein, dass Sie erfolgreich sind. Hören Sie auf zu versuchen, tun Sie es einfach!

Kein Thema

Unter den hohlen Sprüchen ist dies eines der beliebtesten. Kein Tag, an dem nicht ein paar Mal beschieden wird, dass das, was man gerade sagt, „Kein Thema“ sei. Auf die Frage nach einem Hotelzimmer hört man: „Kein Thema.“ Also kein Zimmer? Doch!

Denn mit „Kein Thema“ meint die Empfangsdame „Ja, wir haben ein Zimmer für Sie!“ Auf die Bitte an die Werkstatt, das Auto bis zum Abend zu reparieren, kommt die Antwort: „Kein Thema“ – will heißen „wird gemacht.“

Wenn alle Themen kein Thema sind, dann ist „Kein Thema“ doch wohl ein Thema.

Mittelmaß

Erstaunlich, wie leicht sich zwei traditionell besetzte Begriffe – Mitte und Maß – zu einem Schimpfwort verbinden: Mittelmaß. Aus dem Wort spricht die Herablassung des Perfektionisten, der für sich in Anspruch nimmt, den Niederungen der Mittelmäßigkeit entwachsen zu sein.

„Höchstleistungen vertragen kein Mittelmaß!“ dozierte damals der Siemens-Chef Kleinfeld. Unternehmensberater warnen vor der „Todeszone Mittelmaß“.

Es kann nicht nur Einsteins geben. 10 % der Bevölkerung mögen exzellent sein, 20 % miserabel und der Rest liegt irgendwo dazwischen, eben im Mittelmaß. Es ist der Puffer, der das Sehr Gute vom Schlechten trennt. Man könnte sogar vom Humus des Mittelmaßes sprechen, auf dem das Exzellente blüht.

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